Elizabeth Raab, Angehörige

My son Thomas had a complex, "angeborenes Herzfehler" and sadly, passed away in 2009, aged just 27.

After two months in Intensive Care (Cardiology) he was moved to a general ward and there were sometimes not enough staff to constantly monitor him, as they had done in ICU, 24/7.

Thomas got check-ups every six months and this care at the AKH as well as "Notaufnahme," was absolutely "einmalig." Everyone loved Thomas for his sense of humour and optimisim, from the doctors to the physiotherapists and night staff.

The AKH should be built up as the best university hospital in Austria, it does not deserve to fall apart, because many politicans do not care.

 

Hermengilde Kaliwoda, Angehörige

Ich möchte Ihnen meine Solidarität in Ihrem Kampf gegen die geplanten Kürzungen mitteilen.
 
Meine Tochter starb dieses Jahr in Ihrer Palliativstation, wo sie bis zum Schluss hervorragend und liebevoll betreut wurde. Davor war sie in der HNO Abteilung, eingeliefert wurde sie in die Notaufnahme. Meine Tochter litt unter Angiosarkom und wurde vorher im Wilheminenspital behandelt.
 
Während der Zeit im Spital habe ich schon damals bemerkt, wie unterbesetzt die Notaufnahme bzw. auch die HNO waren. Obwohl das Arzt- und Pflegepersonal sich sehr bemühten und versuchten, dies auszugleichen, kam es oft zu längeren Wartezeiten. Besonders im Nachtdienst waren zuwenig diensthabende  Ärzte vorhanden.
 
Ich kann mir nicht vorstellen, wie dies aussehen soll, wenn nochmals reduziert wird. Ich wartete mit meiner schwerkranken Tochter fast 1 1/2 Stunden auf den entsprechenden Arzt in der Notaufnahme. Wobei ich diesen keinen Vorwurf machen kann, im Gegenteil, sie wurde danach sofort gut versorgt.

 

Cornelia Freudenberger, Patientin Herz-Thorax-Chirurgie

Auch ich möchte mich als Patient zu Wort melden. Ich hatte am 10.7. 2009 in der Herz-Thorax-Chirurgie wegen sehr schlechter Lungenleistung eine Lungenvolumsreduktion und konnte wider Erwarten durch kompetente Ärzte und Pflegepersonal bereits nach 5 Tagen! das Krankenhaus  wieder in einem sehr guten Zustand verlassen.
Obwohl das gesamte Klinikpersonal auch damals schon sehr unter Druck gestanden ist (durch Personalmangel), konnte ich beobachten, dass das Personal immer auf die Bedürfnisse der Patienten eingegangen ist, egal wie nervig manchmal auch Patienten gewesen sind.
Da ich in den letzten 2 Jahren durch neue Erkrankungen auch andere Ambulanzen im AKH aufsuchen musste, konnte ich auch in diesen Bereichen sehen, dass die Patienten immer als Menschen gesehen und auch so behandelt wurden.
Ich habe mich bei meinem Krankenhausaufenthalt und den Ambulanzbesuchen sehr gut aufgehoben gefühlt, befürchte aber, dass durch diese geplanten Einsparungen die Patienten nicht mehr ausreichend behandelt werden können. Wenn Ärzte und Pflegepersonal nicht mehr leistungsgerecht bezahlt und Posten gestrichen werden, können auch keine kranken Menschen mehr ausreichend behandelt werden. Wir alle bezahlen Monat für Monat Krankenkassenbeiträge und haben ein Recht auf beste Behandlung. Wer durch unverantwortliche Politik kranke Menschen im Stich lässt, der handelt verantwortungslos und menschenunwürdig und gehört zur Verantwortung gezogen.

Bettina Würzl, Patientin Kardiologie

Im Jänner 1986 wurde ich, mit Blaulicht und äußerster Dringlichkeit, vom Eisenstädter Krankenhaus nach Wien ins AKH gebracht. Ich war zwei Wochen alt und litt an einer Aortenstenose. Was folgte war eine stundenlange Notoperation mit welcher die Ärzte an der Kardiologie mein Leben gerettet haben.
Es folgten jährliche Aufenthalte auf der Herzstation und dabei traf ich immer auf motivierte Ärzte, die den Kindern die Angst nahmen mit ihrer Fröhlichkeit.
20 Jahre später ereilte mich ein Anruf vom Krankenhaus Wiener Neustadt, mein Vater hatte ein Aneurysma und auch er wurde auf schnellsten Weg ins AKH gebracht und sofort operiert. Die Ärzte des AKH Wien haben auf der Neurochiurgie auch sein Leben gerettet.
 
Die Krankenhäuser am Land haben ihr Bestmögliches gegeben und punkten auch mit bester Versorgung und Kompetenz, aber das AKH ist und wird hoffentlich immer, der zentrale Punkt der österreichischen Medizin bleiben.
Ich denke; ich spreche für jeden Patienten der bisher stationär im AKH aufgenommen wurde, diese Ärzte leisten unbeschreiblich wichtige Arbeit.
Deswegen kann ich es einfach nicht verstehen, dass sie unsere Regierung hinsetzt und Zeit dafür opfert um über ein EU Sparparket zu beraten während die medizinische TOP-Versorgung in unserem Land nicht mehr zu 100% gewährleistet werden kann.
 
Was ich allerdings noch viel anmaßender finde, ist, dass keiner der Politiker eine Stellungnahme abgibt oder zu patientenorientierten Verhandlungen bereit ist.
Jahrelang arbeiteten die Banken und die Politik offensichtlich nicht immer ohne Fehler (mir währen andere Ausdrücke eingefallen, aber ich drücke mich doch lieber diplomatisch aus) während die Mediziner im AKH Tag für Tag ihr bestes gegeben haben. 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche.
Ich habe großen Respekt vor der Leistung des medizinischen Personals in Österreich, Respekt vor unseren Politikern habe ich jedoch nicht mehr.
Die europäischen Banken bekommen jetzt die Millionen, die für unsere Gesundheit so essentiell wären. Die Regierung lässt das Volk ab Jänner 2012 warten und auch leiden um nicht mehr auffüllbare Konten der verschuldeten Banken zu füttern. Worin liegt hier die Logik?
 
Ich habe meinen Volksstolz verloren, ich bin nicht mehr stolz darauf Österreicherin zu sein. Ich bin nicht mal mehr stolz darauf Europäerin zu sein.
 
Und falls sich jetzt noch jemand mehr Gedanken über das Geld als über seine Gesundheit macht muss er sich als erstes fragen: „Wer wird mich behandeln, wenn ich wegen meiner Geldsorgen einen Kollaps erleide?“
 

Klaudia Hromas, Patientin Unfallchirurgie

Ich befand mich vom 22.10. 2011 - 7.11. 2011 auf Grund einer offenen Knöchelfraktur auf der Unfallchirurgie 19B in stationärer Behandlung und möchte mich auf diesem Weg nochmals für die äußerst professionelle und menschliche Behandlung bedanken. Das positive Klima auf dieser Station hat mich sehr beeindruckt.
Alle auf dieser Station, ob Ärzte, Pflegepersonal, Physiotherapeuten, Reinigungskräfte oder andere Hilfskräfte waren trotz eines hohen Arbeitspensums äußerst bemüht, sehr mitfühlend und hoch engagiert.
Darüber hinaus wurde ich genau informiert, nicht nur über die medizinischen Details, sondern auch über Unterstützungsmöglichkeiten für daheim.
Umso mehr bin ich über die politischen Entscheidungsträger entsetzt, die radikale Personalkürzungen vorhaben. Dies schadet sowohl Patienten als auch der verbleibenden reduzierten Belegschaft! Als Universitätsklinik ist das AKH in besonderem Maße einer hohen Qualitätssicherung in Forschung und Lehre verpflichtet - auch im internationalen Vergleich.

 

Gerhard Egger, Patient Orthopädie
Ich möchte mich als Patient zu Wort melden. In den letzten Monaten musste ich insgesamt mehr als 10 Wochen auf der Abteilung der Orthopädie verbringen.
Nach diesen Wochen konnte ich feststellen, dass die die Ärzte und das Pflegepersonal schon derzeit unter großem Zeitdruck den Dienst versehen hat und trotz des bereits derzeit schon bestehenden Personalmangels bemüht war, die Betreuung der Patienten geordnet und mit großen persönlichen
Einsatz durchzuführen.
Eine weitere Kürzung des Personalstandes wäre für mich als Patient fatal und sollte auf alle Fälle verhindert werden.